Vital / BGM
BGM mit System: WHO-5 und Work Ability Index richtig nutzen
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) scheitert selten am guten Willen, sondern an der Grundlage: Ohne belastbare Bedarfsanalyse werden Maßnahmen nach Gefühl gewählt – und ihre Wirkung bleibt unbelegt. Zwei validierte Instrumente schaffen Abhilfe.
WHO-5: Wohlbefinden in einer Zahl
Der WHO-5-Wohlbefindens-Index misst mit nur fünf Fragen das allgemeine psychische Wohlbefinden auf einer Skala von 0–100. Werte unter 50 gelten als auffällig und sind ein Hinweis auf erhöhten Handlungsbedarf. Der große Vorteil: WHO-5 ist kurz, wissenschaftlich gut abgesichert und international vergleichbar (europäische Normwerte liegen bei rund 64).
WAI: Wie arbeitsfähig ist Ihre Belegschaft?
Der Work Ability Index (WAI) erfasst die individuelle Arbeitsfähigkeit im Verhältnis zu den Anforderungen. Er ist besonders wertvoll, um demografische Risiken und Belastungs- schwerpunkte früh zu erkennen – bevor sie sich im Krankenstand niederschlagen.
Von der Messung zur förderfähigen Maßnahme
Der entscheidende Schritt ist die Ableitung: Aus WHO-5 und WAI plus einer Bedarfsabfrage entsteht ein priorisierter Maßnahmenplan. Viele Angebote sind nach §20/§20b SGB V förderfähig – von Bewegungs- über Ernährungs- bis zu Stressmanagement-Programmen. Wer die Ausgangslage dokumentiert, kann Förderung leichter begründen und die Wirkung später belegen.
Wiederholung zeigt die Wirkung
Eine einmalige Messung ist eine Momentaufnahme. Erst die Wiederholung – idealerweise als kurze, regelmäßige Pulse – zeigt, ob die Maßnahmen greifen. Steigt der WHO-5-Mittelwert über die Zeit, war das BGM-Budget gut investiert. Genau diesen Verlauf macht Worksonar Vital sichtbar: anonym (ab n≥5), rechtssicher und mit klarer Trendanzeige.